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Das wissenschaftliche Interesse an dieser Lebensphase steigt in den letzten Jahren. Stressforscher, Neurobiologen, Neonatologen (speziell solche, die Frühgeborene betreuen), Embryologen und Psychotherapeuten beschäftigen sich zunehmend mit der vorgeburtlichen Zeit und der Bedeutung der Entwicklungsbedingungen des ungeborenen Kindes.
Die moderne Ultraschalltechnik ermöglicht uns die Erkenntnis, dass der Fetus bereits ein aktives, lebendiges Wesen ist, das mit seiner Umwelt in Kontakt steht, in der Lage ist, auf Reize differenziert zu reagieren und seinerseits Einfluss auf seine Umgebung nimmt. Er verfügt über ein Gedächtnis und Lernfähigkeit und gestaltet seine Entwicklung.
Auf emotionaler Ebene bedeutet dies, das wir Menschen bereits an unserem frühesten Lebensanfang grundlegende Erfahrungen machen. Vertrauen in die eigene Person, andere Menschen und die Welt, sich gewollt, gehalten und willkommen fühlen, sich seines Platzes in der Welt sicher sein, dies sind Seinsqualitäten, die schon zu Beginn unserer Entwicklung, im Dialog mit der uns umgebenden Umwelt, d.h. besonders unserer Mutter und ihrer Lebensumstände,
eine individuelle Prägung erhalten.
Wir können davon ausgehen, dass fördernde Umstände aber auch emotionale Traumatisierungen und Interaktionsstörungen in dieser frühen Zeit Auswirkungen auf die psychische Entwicklung des Menschen haben. |
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